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Vermögensverwalter Allianz – Der Glaube an die Eurozone

Vermögensverwalter Allianz – Der Glaube an die Eurozone

Zweifel am Fortbestand des Euro als europäischer Gemeinschaftswährung begleiten die Wirtschaftskrise. Unterschiedliche Szenarien rechnen mit dem Austritt einiger Staaten wie Griechenland oder gar mit der vollständigen Rückkehr zu nationalen Währungen. Andreas Utermann ist als Anlagechef des Unternehmens Allianz Global Investors trotz der schwierigen Wirtschaftslage vom dauerhaften Fortbestand der Eurozone überzeugt.

Der Grund für den Optimismus des Anlagechefs

Andreas Utermann bezieht seinen Optimismus hinsichtlich des dauerhaften Fortbestehens der Eurozone vor allem aus den Handlungen und den eindeutigen Äußerungen der Europäischen Zentralbank. Deren Leiter Mario Draghi hat wiederholt bekräftigt, dass die EZB gemeinsam mit der Politik alle erforderlichen Maßnahmen einleiten werde, um die Wirtschaftskrise zu überwinden globalund den Euro zu stabilisieren. Andreas Utermann fordert von den Europapolitikern zugleich, die Weiterentwicklung der Eurozone zu einer Fiskalunion zu beschleunigen und die geplante Bankenunion einzuleiten.

An die EZB appelliert der Anlagechef der Allianz-Tochter, allen Mitgliedsstaaten der Währungsunion die benötigten Kredite zu gewähren. Ohne die Nutzung des derzeit bestehenden Handlungsspielraumes für die erforderlichen Weiterentwicklungen der Währungsgemeinschaft sieht Utermann die Gefahr, dass sich die Krise innerhalb des nächsten halben Jahres erneuere.

Wie reagiert das Unternehmen Allianz Global Investors auf die Verbesserung der europäischen Wirtschaftsaussichten?

Die Anlagetochter des Allianz-Konzernes legt wieder in Titel europäischer Banken an. Sie drückt damit das wiedergewonnene Vertrauen in den Bankensektor aus. Da die Zinsen weiterhin niedrig bleiben, bleiben jedoch europäische Aktien mit hohen Dividendenrenditen innerhalb Europas das bevorzugte Anlageinstrument.

Des Weiteren investiert Allianz Global Investors in Währungen und Staatsanleihen von Schwellenländern sowie in Unternehmensanleihen. Angesichts der gegenüber deutschen und europäischen Anleihen deutlich höheren Verzinsung bleiben Unternehmensanleihen aus den USA ein bevorzugtes Anlageziel der Allianz-Tochter. Mit einer deutlichen Zinssteigerung innerhalb der Eurozone rechnet Andreas Utermann für das Jahr 2013 nicht, zumal er die derzeitige wirtschaftliche Situation als nahe an einer Rezession bezeichnet.

Das Investieren in Bankaktien ist ein positives Signal

Bankaktien und ihre Halter gehören zu den eindeutigen Verlierern der europäischen Wirtschaftskrise.

Die meisten Bankpapiere zahlen seit Beginn der Eurokrise keine Dividenden aus, ihre Kurse sind drastisch gefallen. Wenn ein Großanleger wie die Allianz-Tochter wieder in Bankaktien investiert, gibt er an der Börse das Signal, dass Bankpapiere wieder ein lohnendes Investment darstellen und Kursgewinne sowie mittelfristig Dividenden versprechen.